Hampshire Tobacco Machinery Services profitiert von einem erstklassigen Konzept für die Maschinensicherheit
Der Maschinenlieferant und -nachrüster für die Tabakindustrie kann dank Rockwell Automation der modernen Sicherheitsgesetzgebung leichter begegnen
Hampshire Tobacco Machinery Services (HTMS) wurde 1986 als Hersteller und Lieferant von Ersatzteilen und überarbeiteten Sekundärmaschinen – in Form von individuellen Maschinen oder vollständigen Fertigungs-/Verpackungskombinationen – und als Anbieter von Kundendienstleistungen gegründet. Heute gilt das Hauptinteresse des Unternehmens der Lieferung neuer Verpackungsmaschinen, vor allem für Kartonverpackungen und Klappverschlussverpackungen.
Auch wenn es weltweit zahlreiche Unternehmen auf diesem Gebiet gibt – viele davon größer als HTMS – kann sich der Geschäftsführer rühmen, hinsichtlich der Einführung des Konzepts der Überarbeitung branchenweit ein Vorreiter zu sein. Das Unternehmen unterstützt verschiedene Hersteller in Großbritannien und Europa dabei, vorhandene Maschinen weiterzuentwickeln, ihre Effizienz zu steigern und ihre Größe an die Markttrends anzupassen.
Herausforderung
Eine der primären Herausforderungen für HTMS ist es, ältere Maschinen an moderne Normen anzupassen, insbesondere im Hinblick auf internationale Richtlinien zur Maschinensicherheit.
Die zu überarbeitenden Maschinen – von denen einige um 1940 gebaut wurden – verfügen oft über keinerlei moderne Sicherheitsfunktionen. Daher muss HTMS wahre Wunder vollbringen, wenn es darum geht, ältere Maschinen gemäß den erforderlichen Spezifikationen auszurüsten.
Neben der Implementierung einer bewährten Sicherheitsinfrastruktur in diese älteren Maschinen sieht sich HTMS einem weiteren großen Problem gegenüber, mit dem die meisten Maschinenbauer heute kämpfen: die Zertifizierung der Maschinen gemäß den in EN ISO 13849-1 definierten Normen. Aus diesem Grund hat sich HTMS an Rockwell Automation gewandt. Dabei ging es nicht nur um das umfangreiche Angebot an Sicherheitslösungen, sondern auch um das Know-how, die Hilfe und die Tools, die Rockwell Automation HTMS zur Verfügung stellen kann, um die Anforderungen dieser Normen zu erfüllen.
Die Integration von Sicherheits- und Maschinensteuerung ist ein Anliegen, mit dem Rockwell Automation häufig konfrontiert wird. Durch die enge Verbindung von Sicherheit und Automatisierung entstehen unzählige Vorteile, zu denen unter anderem Folgende gehören: geringerer Verdrahtungsaufwand, Schulungen und Programmierung auf einer einzigen Plattform, weniger Datenengpässe zwischen den Systemen und niedrigere Gesamtkosten.
Unter anderem aus diesen Gründen beschloss HTMS für eine zu überarbeitende Maschine aus den 1980er Jahren eine Steuerungs- und Sicherheitslösung auf der Grundlage einer Allen-Bradley MicroLogix 1200-SPS einzusetzen, die an einer programmierbaren Allen-Bradley SmartGuard 600-Sicherheitssteuerung angeschlossen ist. Die Maschine sollte automatisiert werden, während gleichzeitig das Sicherheitssystem gemäß den neuen Normen zur funktionalen Sicherheit (EN ISO 13849-1) zertifiziert werden sollte. Gemeinsam beurteilten HTMS und Rockwell Automation die Maschine, entwickelten die Lösung und konstruiaerten eine moderne Sicherheitslösung
Durch die Aufrüstung der Maschine gemäß modernen Normen wurden weitere Komponenten aus der umfangreichen Palette an Sicherheitsprodukten von Rockwell Automation eingesetzt, zu denen Software, Anschlüsse, RSNetWorx, SensaGuard RFID-codierte Sicherheitsschalter, 100S-Sicherheitsschütze und Softstarter gehören. Schließlich – und das ist einer der positivsten Aspekte dieses Projekts – konnte HTMS durch den Einsatz der Software SISTEMA des IFA in Deutschland die Sicherheit der Maschine gemäß EN ISO 13849-1 evaluieren.
Das SISTEMA-Tool ermöglicht den Anwendern die Modellierung der Struktur sicherheitsrelevanter Steuerungskomponenten basierend auf den angegebenen Architekturen sowie die automatische Berechnung von Zuverlässigkeitswerten auf verschiedenen Detaillierungsstufen, unter anderem auch des erreichten PL (Performance Level).
Ergebnisse
Bei der Erläuterung der Geräte und insbesondere der Verwendung der Software SISTEMA verdeutlicht Pete Woodthorpe, technischer Leiter bei HTMS: „Das Konzept zur Evaluierung der Sicherheit des Systems ähnelt der Art und Weise, wie wir früher dabei vorgegangen sind. Durch die Verwendung von SISTEMA können wir die Maschine nach Bereichen oder Modulen beurteilen und nicht nur wie bisher die Maschine als Ganzes betrachten. Alles ist wesentlich einfacher und der Prozess wird allein dadurch um ein Vielfaches erleichtert, dass alle Geräte von Rockwell Automation in der SISTEMA-Bibliothek enthalten sind. Wir müssen die Komponenten lediglich per Drag-and-Drop in die Anwendung verschieben. Es wird fast sofort deutlich, wenn irgendwelche Sicherheitsprobleme vorliegen. Dies ist nicht nur für uns sondern auch für den Anwender wesentlich einfacher.
„Die Ingenieure bei Rockwell Automation sind dank ihrer Beratung und Unterstützung für uns von unschätzbarem Wert und helfen uns seit dem ersten Tag durch kompetenten Support und herausragende Geräte und Programmierung. Alles verläuft völlig reibungslos und macht uns unsere Aufgaben wesentlich einfacher“, meint Woodthorpe abschließend.
Dank der Flexibilität der von Rockwell Automation bereitgestellten Komponenten, kombiniert mit ihrer Interoperabilität und der Auflistung in der SISTEMA-Bibliothek, können moderne Sicherheitslösungen auch in 70 Jahre alte Maschinen noch einfacher und problemloser implementiert werden, als dies früher möglich war.
Wenn Sie weitere Informationen wünschen, senden Sie uns eine E-Mail an: info_at@ra.rockwell.com mit dem Betreff: HTMS
