Alle Abläufe einem MES steuern
Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, beauftragte die italienische Niederlassung des Dermatologie-Spezialisten Intendis (ein Bayer HealthCare Unternehmen) Rockwell Automation damit, die Produktionsanlage in Segrate nahe Mailand mit einem Manufacturing Execution System (MES) auszustatten und auch die Automatisierungslandschaft neu zu konzipieren.
Derzeit beschäftigt die Intendis Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Berlin und Niederlassungen in allen wichtigen Märkten über 900 Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen seine weltweite Marktpräsenz weiter ausgebaut. Gegenwärtig hält die Intendis Gruppe zwei Gesellschaften in Italien: Intendis S.p.A. und Intendis Manufacturing. Beide sind weltweit operierende Anbieter im Bereich Salben, Cremes und Gels.
Um trotz seiner komplexen Unternehmensstruktur die Wettbewerbsfähigkeit sicher zu stellen, beauftragte Intendis Manufacturing S.p.A. Rockwell Automation damit, sein Werk in Segrate (MI) mit einem MES auszurüsten. Dazu mussten bestehende und längst überholte Anlagen durch eine technisch fortgeschrittenere Lösung ersetzt werden. Diese sollte dazu in der Lage sein, sämtliche Abläufe in Lager, Pharmazeutik, Verwaltung und Verpackung in die Business-Systeme und vor allem auch das ERP-System des Unternehmens zu integrieren. Darüber hinaus musste Intendis die Richtlinie 21 CFR Part 11 zu elektronischen Aufzeichnungen einhalten.
Die MES-Einführung im Werk Segrate, damals noch unter dem Namen Schering, hatte bereits 1998 mit der Einführung des ersten RS PMX Systems begonnen, damals noch unter dem Namen Propack Data. Im Jahr darauf folgte die Implementierung eines Stand-Alone Management-Systems von SAP. Im Laufe der Jahre kamen eine Reihe signifikanter Änderungen, Ergänzungen und Upgrades dazu. Diese zielten alle darauf ab, ein System aufzubauen, das alle Daten aus Produktion und Verwaltung einbinden konnte.
Ein Ziel bestand darin, die bisherige MES-Lösung zu ersetzen, um in allen Bereichen die Einhaltung von 21 CFR Part 11 sicher zustellen. Zum anderen sollte eine umfassende Gesamtlösung erstellt werden, welche die Anbindung der neuen MES-Lösung an das Materialtransportsystem ermöglichte. Ziel war es, dessen Potenzial auch auf den Verpackungsbereich auszudehnen.
„Die Einführung der neuen Version von RS PMX MES führte zu einer wesentlichen Erweiterung des Funktionsumfangs und ermöglichte die zusätzliche Optimierung der Geschäftsabläufe und Materialflusssteuerung sowie eine Steigerung der Gesamteffizienz innerhalb des Produktionsprozesses”, fasst Carlo Finazzi, Produktionsleiter bei Intendis, zusammen.
Insgesamt entschied sich Intendis für den Einsatz folgender RS PMX MES-Module:
• RS PMX Recipe MES zur Verwaltung der Produktdaten, zur Prozessmodellierung und zur Planung von Arbeitsanweisungen
• RS PMX Warehouse MES zur Steuerung von Lager, Bestand, Etikettierung (Barcode) und Materialfluss
• RS PMX Dispense MES zur Einwaage und alle relevanten Aufgaben im Wiegeraum
• RS PMX Visual MES zum Management der Produktionsauftragsausführung, zur Kennzeichnung von Materialien und zur Angabe von Verbrauch und Ertrag
• RS PMX Connect MES zur Integration in die bestehenden Systeme (ERP, Materialtransportsystem, usw.)
Insbesondere stellte sich heraus, dass sich die RS PMX MES-Lösung sehr dafür eignete, die einzelnen Phasen einer Aktivität zu steuern, d.h. von den rein logistischen, internen Abläufen wie beispielsweise der Annahme von Warensendungen, deren Management in den verschiedenen Lagern und deren Verwendung im Wiegebereich, über Prozesse, die mit der Herstellung der Salben sowie deren Verpackung in Zusammenhang stehen, bis hin zum fertigen Produkt, dem Zentrallager und Versendung an unterschiedliche Bestimmungsorte.
„Die RS PMX MES-Lösung hat bewiesen, dass sie die kompletten Bestands- und Lagertätigkeiten optimal bewältigen kann. Sie bietet alle Funktionalitäten, um Entscheidungen hinsichtlich der Lagerung und des Transports von Materialien vorzubereiten“, erklärt Franco Valisi, Projektmanager bei Intendis.
„Mit Rockwell Automation konnten wir die Automatisierung des Werkes, wie wir sie geplant hatten, erfolgreich abschließen”, ergänzt Carlo Finazzi, Produktionsleiter bei Intendis. „Die Zusammenarbeit hat zur Steigerung der Produktivität und Effizienz der gesamten Abläufe im Werk beigetragen.”
Mit der MES-Software von Rockwell Automation ist eine einfache und erfolgreiche Integration von Verwaltungs- und Produktionssystemen gelungen. Entscheidend ist, dass nun alle Geschäftsabläufe von nur einem System gesteuert werden. RS PMX MES lässt sich sehr gut an das ERP-System von Intendis (SAP R/3) anbinden. Diese Schnittstelle dient dazu, Aufträge und andere Master-Daten zu erfassen sowie Rückmeldungen hinsichtlich der verarbeiteten Daten und der Materialtransporte zu erstellen. Darüber hinaus erzielte Intendis wesentliche Verbesserungen in der Materialflusssteuerung, So läuft der Management-Prozess jetzt allgemein schneller und sicherer ab. Zudem konnte man doppelte Abläufe oder mehrfache Kennzeichnungen beseitigen.
„Rockwell Automation hat uns in allen Phasen des Projekts begleitet. Wir sind mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden”, bestätigt Carlo Finazzi. „Aus diesem Grund planen wir jetzt die Erweiterung der Integration sogar bis auf die SPS-Ebene.”
Nähere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter: info_at@ra.rockwell.com Betreff: Intendis
